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er handwerklich-künstlerische Unterricht ist kein schmückendes Beiwerk, nicht Ausgleich zu den mehr intellektuell ausbildenden Fächern, sondern gerade das Gegenteil ist die Absicht. Es ist eine Methode, das Gefühl und den Willen zu entwickeln die wir zur Entfaltung eines lebendigen Denkens brauchen.
Bevor wir ein Werkstück anfertigen planen wir die Arbeit mit dem Kopf; der Intellekt hat hier die führende Rolle. In der Ausführung kommt es dann darauf an, die Werkzeuge in der richtigen Weise einzusetzen und das Material entsprechend zu behandeln. Viel Willenskraft ist aufzubieten, um unsere Vorstellungen ganz konkret und handgreiflich in die Welt zu bringen. Das Werk selbst zeigt uns an, ob die Pläne umzusetzen waren, ob Werkzeuge und Stoffe in der rechten Weise gehandhabt wurden. Der Intellekt kann an der Hände Arbeit wachsen, die Logik der Dinge wird erfahrbar, wir erhalten Einblick in das innere Wesen der Dinge.
Erst wenn die Technik richtig beherrscht wird, ist man frei zum künstlerischen Gestalten, kann das Gefühl zum Zuge kommen.
Der Jugendliche lebt im Spannungsfeld sich widersprechender Gefühle. Im künstlerischen Gestalten eines Werkstücks und durch kräftiges Tätigsein kann er die Gegensätze ergreifen und die Willenskraft schulen.
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